Die Probleme eines Fundraisers

Es gibt unzählige unterschiedliche Berufe in Deutschland. Meist sind diese Berufe jedoch in einem wirtschaftlichen eigennützigen Umfeld. Es geht darum, dass das Unternehmen mit einem mehr Geld macht und man selber an dieser Wertschöpfung beteiligt wird. Es gibt aber gewisse Berufe die sich mehr der sozialen Komponente verschrieben haben. Einer dieser Berufe ist der Fundraiser. Als Fundraiser arbeitet man in dem meisten Fällen für eine Non Profit Organisation. Das bedeutet, dass man für ein Unternehmen arbeitet das den eigenen Profit nicht als Ziel sieht. Ein Beispiel für eine solche Organisation sind die Tafeln in Hamburg.
Wenn man sich jedoch einmal Gedanken macht dann müssen auch bei Non Profit Organisationen Dinge bezahlt werden. So gibt es meist gewisse Menschen die das Ganze den ganzen Tag hauptberuflich machen. Neben der Mehrzahl an freiwilligen Helfern müssen diese Festangestellten natürlich bezahlt werden, da sie sonst keine Lebensgrundlage hätten. Da es bei Non Profit Organisationen meist um Organisationen geht die wohltätiges tun müssen sich diese über Spenden finanzieren. Mit den Spenden wird hauptsächlich der Zweck der Organisation finanziert. So gibt es Organisationen die nachts warme Getränke und Suppen an Obdachlose verteilen. Diese Getränke und Suppen werden dann über Spenden finanziert. Damit man diese Spenden jedoch erst einmal bekommt muss man sich oft Mühe geben. In diesem Punkt kommt der Fundraiser zum Vorschein. Die Aufgabe des Fundraisers ist es Spenden im möglichst großen Stil aufzutreiben. Dabei geht es vor allem um Kooperationen mit großen Firmen. Im Falle der Tafeln sind beispielsweise Kooperationen mit vielen Lebensmittelketten eingegangen worden die für den Einzelhandel nicht mehr verkäufliche Lebensmittel an die Tafeln spenden. Diese werden dann weiter an die Bedürftigen gereicht. Um solche Beziehungen und Beschaffungen kümmert sich der Fundraiser. Dabei geht es nicht nur um reine Geldbeschaffung. Sehr gerne werden auch Sachspenden im großen Stil angenommen um dem Zweck der Organisation zu dienen und die Welt ein wenig besser zu machen. Dies macht den Beruf des Fundraisers so interessant und abwechslungsreich. Aus diesem Grund gibt es in Deutschland auch immer mehr Menschen die sich für diesen Beruf interessieren und so das Leben vieler Menschen verbessern.

Berufswunsch Fundraiser – Ausbildung & Karriere

Die Fundraising Akademie in Frankfurt am Main ist eine branchenweite anerkannte Ausbildungsinstitution. Dort kann man sich zum Fundraising- ManagerIn, zum CSR- ManagerIn oder zum Regionalreferenten für Fundraising ausbilden lassen.

Ein Regionalreferent für Fundraising arbeitet nicht Vollzeit im Fundraising, sondern möchte erst einmal Einblick in diese Thematik erlangen bzw. das Fundraising zunächst mal aufbauen. Ein CSR Manager soll bestimmte anspruchsvolle Tätigkeiten in der CSR- Arbeit von Unternehmen und Partnerorganisation übernehme bzw. soll er dazu befähigt werden. Ein CSR Manager kann ein Mitarbeiter oder eine Führungskraft einer Non-Profit-Organisation und eines Wirtschaftsunternehmens sein.

Die Ausbildung zum Fundraising-Manager ist auf 4 Semester ausgelegt und kostet insgesamt 9.360 Euro.
Die Ausbildung zum CSR-Manager ist auf 1 Semester mit 3 Modulen ausgelegt und kostet insgesamt 4.550 Euro.
Die Ausbildung zum Regionalreferenten für Fundraising ist auf 1 Semester mit 3 Modulen ausgelegt und kostet insgesamt 2.900 Euro.

Eine weitere sehr anerkannt Ausbildungsstätte ist die Züricher Hochschule für angewandte Wissenschaften. Dort wird man innerhalb von 2 Semestern im Fundraising Management ausgebildet. (Diploma of Advanced Studies). Diese Ausbildung kostet insgesamt 11.600 CHF (fast 10.000 Euro) und ist berufsbegleitend, das bedeutet ein Tätigkeit im Fundraising in einer Non Profit Organisation ist Voraussetzung für diese Ausbildung.

Es gibt darüber hinaus noch einige Fachhochschulen und Weiterbildungsinstitutionen die entsprechende Studiengänge in diesem Bereich in Deutschland anbieten.

  • Katholische Fachhochschule Freiburg:
    Berufsbegleitender Masterstudiengang Management und Führungskompetenz
  • Fachhochschule Osnabrück:
    Vollzeit Masterstudiengang Management in Nonprofit-Organisationen
  • Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin:
    Vollzeit Masterstudiengang Nonprofit-Management und Public Governance
  • Management Center Innsbruck:
    Bachelor / Master Studium (FH) Nonprofit-, Sozial- und Gesundheitsmanagement
  • Evangelische Fachhochschule Freiburg:
    Berufsbegleitender Masterstudiengang Sozialmanagement
  • Westfälische Wilhelms-Universität Münster in Kooperation mit dem Zentrum für Nonprofit-Management GmbH:
    Berufsbegleitendes Studium Nonprofit-Management und Governance
  • emcra-Akademie Berlin:
    Berufsbegleitende Weiterbildung „Qualifizierung zum EU-Fundraiser“

Der deutsche Fundraising Verband ist die einzige Berufsorganisation für Fundraiser in Deutschland. Stellenangebote gibt es im Internet zu finden. Am besten ist hierfür die Stellebörse des deutschen Fundraising Verbandes.

Professionelle Fundraiser werden auch in Zukunft immer stärker gebraucht werden, wenn sich der Spendenmarkt in Deutschland weiter nach dem englischen und amerikanischen Idol entwickelt.
Ungefähr 2500 Menschen arbeiten heute in Deutschland hauptberuflich als Fundraiser. Schätzungsweise werden es in 10 Jahren 5000 sein. Gute Chancen im Fundraising Fuß zu fassen, hat vor allem derjenige, der neben einer fachlichen Aus- und Fortbildung, auch noch ausreihend praktische Erfahrungen in einer Non- Profit Organisation darlegen kann. Am besten so früh wie möglich!

Was ist ein Fundraiser?

Ein Fundraiser/eine Fundraiserin arbeitet in einer nichtkommerziellen Organisation und versucht für diese Organisation bestimmte Ressourcen zu akquirieren bzw. zu beschaffen. Als Fundraiser/Fundraiserin sollte man folgende Kompetenzen erfüllen/mitbringen:

Persönlichkeitskompetenz: FundraiserInnen repräsentieren die Organisation, für die sie arbeiten, gegenüber den SpenderInnen. Von den FundraiserInnen hängt es also auch ab, ob FörderInnen der Organisationen spenden, also ihr Vertrauen in diese setzen, oder nicht. Beispielsweise sollten sie die Fähigkeit besitzen, andere um Geld bitten zu können oder mit einer Ablehnung umgehen können. Weiterhin zählt zu den Fähigkeiten: Geduld, Kreativität, Glaubwürdigkeit und Hartnäckigkeit.

Soziale und Kommunikative Kompetenz: FundraiserInnen sollen die Menschen dazu bewegen für ihre Organisation zu spenden, deshalb brauchen sie das Vermögen sich in andere hineinzuversetzen und die „Gabe“ mit Menschen auf mehreren Ebenen zu kommunizieren. Beispielsweise benötigen sie die Fähigkeiten Kontakte zu schließen, Beziehungen zu pflegen und in Wort und Schrift zu kommunizieren. Taktgefühl, Zuhören können und Teamfähigkeit sind ebenfalls von besonderer Bedeutung.

Fachkompetenz: Fundraiser/FundraiserInnen benötigen auch das nötige Fachwissen im Fundraising. Eine Übersicht über den Fundraising Markt, und Grundkenntnisse über  alle gängigen Fundraising und Direktmarketingmethoden sind sehr wichtig. Aber auch die Erfahrung mit Media- und Werbetechniken, sowie  der Fundraising Technologie (Datenbank usw.)  sollten FundraiserInnen besitzen.

Organisationstalent und Führungskompetenz: Das Planen und Organisieren im Fundraising, sowie Entscheidungen von hoher Bedeutung zu treffen, müssen FundraiserInnen verinnerlichen. Weiterhin zählt zum Organisationstalent und der Führungskompetenz, die Fähigkeit zum langfristigen und zielorientiertem Arbeiten, die Bereitschaft Verantwortung zu übernehmen, ein Verständnis für Non-Profit-Management und Organisationsabläufen und ein Durchsetzungsvermögen.

Abschließend lässt sich sagen, dass die Zusammensetzung aus all diesen Kompetenzen und Fähigkeiten einen erfolgreichen Fundraiser/Fundraiserin ausmacht.